Neptun 22 (mini?) Refit

Für interessierte Freunde des Segelsports insbesondere der Neptun Klasse zum Austausch von Interessen, technischen Fragen und Informationen rund ums Boot.

Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon SaskiaK » Do 11. Jan 2018, 21:51

Hallo zusammen!

Ich habe da ein Problemchen in Form eines 22 Fuß langen Bootes. Dabei ist es gar nicht richtig meins, sondern "nur" mein Pflegeboot. Also ich kümmere mich drum und darf es dann auch segeln.
Bild

Die Stella Maris stand leider rund 3 Jahre an Land und wurde nicht betreut. Dadurch ist nicht aufgefallen, dass das Schiebeluk ein Stück offen stand und so hat es munter in das Boot reinregnen können.
Die gute Nachricht ist: Stella ist dicht! Ich würde sie gerne für die Saison soweit herrichten, dass ich sie segeln kann. Leider hat sie außer des verquollenen Holzes noch einige weitere Baustellen. Ich würde euch gerne zunächst mal die Baustellen zeigen und dann meinen Plan darlegen, wie ich an diese Baustellen herangehen möchte. Und dann wäre es toll euer Feedback zu bekommen! :)

1.) Wasserschaden 1
Wie oben schon erwähnt, hat es lange in das Boot geregnet. Die Folgen sehr ihr hier: https://imgur.com/a/l2cT5
Hauptsächlich betroffen sind die Holzteile im Niedergang. Dort hat sich das Furnier gelöst und die Formen der Türen scheinen sich auch leicht verändert zu haben. Insgesamt in meinen Augen aber nichts, was die Seetüchtigkeit beeinträchtigt.

2.) Wasserschaden 2
Auf der Steuerbordseite sind die Bohrungen für die Mittelklampe, die Genuaschiene und die Relingstütze undicht. So ist jede Menge Wasser in das Schwalbennest gelaufen. Fotos hier (ein Foto der Steuerbordseite zum Vergleich): https://imgur.com/a/J4Yqr
Sollte wohl vor dem Zuwasserlassen bearbeitet werden. Sika liegt schon bereit. Beschläge einmal abschrauben, alles reinigen. Macht es Sinn eine Schicht von unten zu laminieren? Die Holzteile bei der Mittelklampe und der Relingstüze irritieren mich. Im Anschluss ordentlich mit Sika abgedichtet wieder montieren.
Die Türen der Schwalbennester auf der Seite sind hinüber. Die müssten getauscht werden, aber vermutlich nicht dieses Jahr.

3.) Deck allgemein
Einfach mal zur Begutachtung ein paar Fotos: https://imgur.com/a/eLCQD
Gummidichtung am Hubdach sollte wohl erneuert werden. Beim Rest: Keine Ahnung! Hilfe!

4.) Unterwasserschiff
Sieht nicht so pralle aus. Die alten Farbschichten lösen sich in Platten und der Kiel möchte entrostet werden: https://imgur.com/a/EBN8p
Ich würde alles abschleifen und mit Gelshield und Antifouling neu aufbauen.

5.) Fenster
Auch nicht mehr so wirklich gut? Fotos: https://imgur.com/a/fClPA
Ich denke, die wird man ausbauen und den schwarzen Gummi tauschen müssen? Und das sollte vermutlich auch vor Saisonstart erfolgen.

6.) Elektrik :(
Ich trau mir echt viel zu, aber da sehe ich nur noch eine Möglichkeit: Rausreißen, komplett neu machen. Fotos: https://imgur.com/a/dPdBB

Soviel zu den Baustellen.
Nun mein Plan.

* Vor Saisonstart
- Steuerbord Beschläge abdichten
- Außenborder fit machen
- Fensterdichtungen erneuern? Sind die Ersatzteile Nr. 5522-2123 von dieser Seite http://www.n-yachten.de/ersatzteile/ers ... un-22-neu/ die Richtigen?
- Dichtung Hubdach erneuern (Teile Nr. 5522-2561 ?)

* Im Lauf der Saison
- Sich einen Elektriker anlachen (oder ein Buch lesen?) und die Elektrik erneuern
- Mit der Erneuerung der kaputten Hölzer beginnen

* Nächstes Winterlager
- All der restliche Driss :mrgreen:

Ich möchte das Projekt so angehen, dass ich das Boot auf jeden Fall diese Saison segeln kann. Ich habe Bekannte, deren Boot steht jetzt seit 1 Jahr auf der Baustelle und das arme Ding kommt nicht ins Wasser. So will ich das nicht. Allerdings möchte ich natürlich auch gerne sicher segeln. Komfort ist nicht mal sooo wichtig. Licht gibt es aus der Petroleumlampe und gekocht wird auf dem Campingkocher. Die Polster sind übrigens wie durch ein Wunder noch vollkommen in Ordnung!

Durch meine Berufstätigkeit habe ich leider nur am Wochenende Zeit. Unter der Woche wird es ja leider relativ zügig dunkel :( Und eigentlich möchte ich sie am 7. April nach Stavoren ins Wasser bringen.

Ist das realistisch? Bin ich total naiv? Ist das Ding überhaupt noch zu retten?!
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Re: Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon Zeugmeister » Do 11. Jan 2018, 22:28

Servus Saskia,

glückwunsch zur Baustelle ertmal... Wenn du dich ranhältst geht das schon. Ich habe eine Dinette in ähnlichem Zustand seit Ende Oktober und mache eine Generalüberholung. D.h. eimal alles raus und komplett neu, und wie es ausschaut sollte ich zum April fertig werden. Allerdings jeden Tag nach der Arbeit und das ganze Wochenende gehen da schon drauf. Eigendlich wollte ich auch eine Refit Serie darüber machen aber bin noch nicht dazu gekommen.

Zu deinen Fragen soweit ich da helfen kann:

1: Alles Holz außer den Schotts sind nicht tragend also nur optische Schäden solange die Treppe noch belastbar ist.

2: Das Holz dient wohl nur der stabilisierung oder breitflächigerem Verteilen von Sika. Einfach ersetzen und gut ist. Aber bei mir war unter/hinter dem häßlich gelbbraunen Schaumstoff auch überall Wasser gestanden, das man erse nach dem entfernen gesehen hat. Den würde ich raußreißen, trocknen lassen und ersetzen.

3: Nur als Gedankenanstoß, ich werde etwas in Die Richtung nehmen: http://www.into2000-shop.de/epages/6245 ... oducts/DO8 ist zwar nicht weiß aber mit Dichtung.

4: im Forum schlau lesen hat mir sehr geholfen, ist alles schon beschrieben.

5: wenn Schon neue Dichtung mach gleich neue Scheiben. Da hat man die Arbeit nur 1x Plasteglas ist nicht so teuer.

6: genau so. Schaltpläne etc. gibt es im Forum zu genüge. einfach die Suche anwerfen.

Ich hoffe das war ein wenig hilfreich.

mfg Richard
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Re: Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon Pippifein » Fr 12. Jan 2018, 06:33

Ahoi miteinander,
willkommen im Club. Auch ich hab mir im November eine N22 Miglitsch mit Langkojen mit ähnlichen "Baustellen" zugelegt.
Da sind doch einige Parallelen. Wassereintritt bei div. Befestigungen, Fenster plus Dichtungen, Elektrik, .... steht mir auch alles noch bevor.

Aber bis April ist das schon eine sportliche Herausforderung. Ich möchte zumindest bis Mai/Juni segelfertig sein. Schau ma mal. Is ja nicht mein erstes Booterl.

Macht aber auf alle Fälle Spaß;-)

Ich würde in Saskias Fall einmal das Boot mit einem Hochdruckreiniger abspritzen um zu sehen wie´s darunter ausschaut. Speziell das Unterwasserschiff würde ich als erstes in Angriff nehmen. Alles andere kannst auch machen, wenn das Boot schwimmt.

Eine Frage hab ich dazu auch noch: wie bekommt man die gelbe Verkleidung mit dem Kleber dahinter herunter??? Und was nehmt ihr danach als Verkleidung?

LG Alexander
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Re: Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon Virus » Fr 12. Jan 2018, 07:22

Guten Morgen,

eigentlich bin ich immer sehr optimistisch, kremple die Ärmel hoch und ran aber mit dem Zeitplan, das wird schon mal nix. Unsere aktuelle 25 sah wesentlich besser aus und ich hatte Zeit. Diese Zeit vergeht wie im Fluge.....ich habs nicht nachgehalten aber von Kauf bis fertig waren sicher 4 Monate.

Auch die Investitionen sollte man nicht unterschätzen, allein der Trailer steht ja auch drei Jahre, nehme ich mal an. Die Kosten für diesen lagen für mich schon bei 500€,....Radlager und Bremsen, natürlich in Eigenarbeit gemacht plus neue Reifen. Die Bremsbeläge für die alten Trailer lässt man sich gut bezahlen.

Ich würde versuchen das Boot zu kaufen oder mich nach einem anderen umsehen, teilweise gibt es die alten Neptune, in segelfertigem, wenn auch nicht tadellosem Zustand, meiner Meinung nach günstiger zu kaufen als du da in ein fremdes Boot investieren müsstest.
Aber da gibt's sicher andere, positivere Meinungen als diese hier.

Gruß
Willy
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Re: Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon bugi99 » Fr 12. Jan 2018, 07:36

Moin SaskiaK,

Glückwunsch zum Pflegeboot, allerdings möchte ich dir gleich vor ab sagen, dein Zeitziel ist sehr ambitioniert.
Das der ganze rotte Kram raus muss ist klar.

Was ich vor dem Wassern als wichtig erachte, die strukturellen Schäden erkenn und beheben. Auch diese die dazu führen können.
Ich habe diverse große Gelcoatschäden an den Beschlägen gesehen, die solltet's du trocknen und beheben, dort dringt Feuchtigkeit ins Laminat und evtl. ins Boot.
Wenn du die Möglichkeit hast, versuche das Boot zumindest in eine Halle zu bekommen, am Besten beheizt.

Am Fenster sieht es so aus, als ob das Laminat gebrochen ist. Das muss behoben werden..
Alle Beschläge die ich gesehen habe müssen entfernt und und neu abgedichtet werden, dort auch gleich auf Laminatschäden prüfen.
Als Dichtmasse nimm kein Sika, sondern ein MS-Polymer wie Pantera (gibt's auch günstiger) die sind UV stabiler und haltbarer als Sika.

Ich würde vermutlich auch das Unterwasserschiff gleich in Angriff nehmen.
Wie sieht denn eigentlich das Rigg aus? Stehendes und laufendes Gut noch in Ordnung?

Wenn du Teile benötigst dann wende dich lieber an Pascal und das Team von Neptun-Yachten und nicht an N-Yachten.

Alles in allem muss man sich fragen wieviel Zeit und Geld will ich in das Boot investieren. Man muss auch bedenken, nur weil man jetzt 8000,-€ invetsiert,
ist der Marktwert für das Boot nicht 8000€ sondern leider darunter.

Wenn es keine weiteren großen Beschädigungen im Kasko gibt, kann das Boot eine Schmuckstück werden, dazu benötig man aber viel Zeit und Geduld (und ein bisschen Geld :) )

Ich hoffe das entmutigt nicht zu sehr.
Gruß
Burkhard
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Re: Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon SaskiaK » Fr 12. Jan 2018, 09:36

Hallo zusammen,

vielen Dank schon mal für eure Antworten!

Ich möchte an Stella gerne "so viel wie nötig, so wenig wie möglich" machen. Hauptsache, ich kann sie ein wenig aufs IJsselmeer ausführen. Derzeit ist sie gut eingepackt unter einer Plane und mit Raumentfeuchtern bestückt. Trocknet auch ganz gut innen. Zeitnah sollte sie in eine Halle kommen, dann kann auch mal Abends gearbeitet werden.

Also Plan bis zum Inswasserlassen: Putzen, abdichten, Gelcoat reparieren, Unterwasserschiff neu machen. Fenster machen.
Später Elektrik ausbauen und neumachen und wenn Lust und Zeit und Geld sich um Schönheitsreparaturen kümmern.

Rigg und Segel sind in Ordnung. Nicht mehr hübsch, aber ok.
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Re: Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon Kaffeesegler » Fr 12. Jan 2018, 15:31

Hallo Saskia

Ich sehe das wie Willi,

Zu ambitioniert wenn Du nicht nachher alles noch ein zweites mal machen möchtest. Wenn Du die Kosten mal überschlägst müsstest Du eigentlich für das gleiche Geld ein gebrauchtes Boot finden mit dem Du gleich starten kannst. Dann kommt zwar sicher langfristig auch ein Menge Arbeit aber die ist dann viel besser planbar. Musst ja auch bedenken dass für manche Arbeiten höhere Temperaturen nötig sind weil es das Material vorgibt. Das wirft einen manchmal weit zurück.

Aber wie Du es auch machst, viel Erfolg und Spaß wünsche ich Dir.

Viel Grüße Lars
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Re: Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon jan himp » Fr 12. Jan 2018, 15:40

Moin Saskia,

mein Senf:

Der ursprünglich gepflegte und gut ausgerüstete Kahn ist erst so vergammelt, nachdem der Regen reinkam.
Das Holz ist also richtig geschädigt. Davon habe ich aber keine Ahnung.

Wie die Vorschreiber vorschlagen, zuerst das Unterschiff pflegen. Ist arbeitsaufwendig, aber ohne Überraschungen.
Über den Kiel gibt es hier unzählige Ergüsse. Erkenntnisse: Er ist unkaputtbar, und kein VC 17 draufpinseln. Die Horrorstories, das Schwert betreffend, sind auch beschrieben.
Und das Gelcoat oben dringend reparieren.
Wenn die Fensterdichtungen noch dicht sind, Reparatur verschieben. Der Stoß in der Dichtung gehört nach oben!

Eine Fahrfähigkeit wird bis zum Frühjahr erreicht.


Zu Punkt 6, die Elektrik:

Die sieht wild aus, hat aber den großen Vorteil, daß alle Leitungen sichtbar und zu verfolgen sind.
Richtige Palstekkapitäne, (die mit der Seemannschaft unterm Arm), werden darüber ablästern, aber es geht nichts über Servicefreundlichkeit.
Das kann im Laufe der Zeit alles schöner gemacht werden.
Die Querschnitte sind ok. Das hat kein Laie gemacht.
Auch die Kontrolle für Spannung und Strom ist schön angelegt. Vorsicht beim Arbeiten an den beiden Uhren. Die Schraubkontakte an der Rückseite vertragen keine Brutalbehandlung.

An den Kabelenden kontrollieren, ob das Kupfer schwarz ist. Dann neu absetzen. Alle Klemmen mit Ballistol oder W 40 einsprühen.
Die Zugschalter im Schwalbennest sind solide KFZ-Technik. Auch hier die Außenkontakte prüfen und schützen.

Die Funktion des Zugschalters am Niedergang ist unklar. Nach dem dicken Querschnitt zu urteilen, wird da eine höhere Last drübergeschleift. Sieht Scheisse aus.

Versuchen, die Akkus wieder zum Leben zu erwecken. Ich empfehle das nicht selbst zu machen, wenn der Hintergrund dazu fehlt.

Die Landstromversorgung sollte etwas netter gemacht werden. Wenn Teile unter Wasser standen, müssen die ausgewechselt werden.
Das rote Ladegerät muß auch raus, das darf man nicht wochenlang unbeaufsichtigt lassen, vor allem, wenn Kondenswasser darin gewütet hat. Der Trafokern sieht meist erschreckend aus.
Für die Garage ist es aber noch immer brauchbar.
Das silberne Ladegerät ist nicht einzuschätzen. Sollte an Land überarbeitet werden.
Ein neues Automatik-Ladegerät für 15-20 A mit umschaltbaren Lademodi und evtl. sogar 2 Ausgängen ist heute erschwinglich.

So, jetzt dürfen alle über mich herfallen.
Wichtig ist doch nur, daß der Kutter im Frühjahr auf dem Ijsselmeer ist. Und das gelingt.

Viele Grüße,

Rolf
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Re: Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon wilhelm » Fr 12. Jan 2018, 20:45

Hallo Saskia, das Boot gehört dir nicht? In dem Fall würde ich es heute lassen. Eine Fox 22 kostet in der Hauptsaison 600 € /Woche. Ohne Arbeit und Kosten für Versicherung, Transport, Kranen u.s.w.. Wenn ein Kunststoffboot über einen längen Zeitraum permanent von innen nass ist ist überall Rott, oft auch Osmose.
Gruss:
Wilhelm
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Re: Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon jan himp » Sa 13. Jan 2018, 12:10

Moin Wilhelm,

irgendwo hast Du recht, weil es kein Eignerboot ist.

Da gibt es bei uns eine ETAP 22 mit Trailer.
Segelfertig, mit guten Segeln und innen von einem Tischler richtig schön eingerichtet.

Der Preis liegt wahrscheinlich bei € 5000,-.

Wurde bisher noch nicht offiziell angeboten.

Gruß,

Rolf
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Re: Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon amino64 » Sa 13. Jan 2018, 12:13

Hallo zusammen,

da ich jetzt nach drei Jahren Arbeit am Boot meine 22er in dem Zustand habe, wie ich es mir wünsche (und meine war vom Ausgangszustand wesentlich besser), würde ich die Frage nach der Sinnhaftigkeit deines Vorhabens ganz klar mit "Nein" beantworten. So viel Arbeit für ein Boot, dass Dir nicht gehört? Nur, um damit segeln zu dürfen? Ich kenne Deine Lebensumstände nicht, aber fang mal nur mit dem Rumpf aussen an. Entfernen der alten Lackschichten! Danach fängst Du an, an deinem Vorhaben zu zweifeln. Am eigenen Boot ist das was anderes, aber an einem fremden Boot? Niemals! Chartere Dir ein Boot am Ijsselmeer, wenn Du segeln willst! Dann bekommst Du wenigstens ein paar Seemeilen ins Kielwasser, hast Zeit, und letztendlich auch nicht weniger Geld im Säckel. Und wenn es Dir dann so sehr gefällt, kauf Dir ein eigenes Boot!
Sorry, klingt jetzt vlt. etwas hart, aber der Eigner wird sich die Hände reiben, wenn Du das wirklich durchzieht!
Aber trotzdem, viel Spass bei deinem Vorhaben! Anregungen und Anleitungen gibt es hier in diesem tollen Forum zur Genüge!

LG Armin
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Re: Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon Boddensegler » Sa 13. Jan 2018, 15:12

Hallo Saskia,
nur noch eine kleine Ergänzung. Du wirst nicht alles allein machen können. Für einige Arbeiten brauchst du einen Gehilfen, z.B. beim Demontieren der Beschläge. Da die Muttern bestimmt bobenfest gegammelt sind, muss einer außen und einer innen arbeiten (gegenhalten). Genauso auch bei der Montage. Ich hab so ein Refit hinter mir (aber bei besseren Ausgangsbedingungen).
Falls du es angehst, wünsche ich dir viel Kraft, Ausdauer und ein glückliches Händchen.
Segeln macht Spaß!
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Re: Neptun 22 (mini?) Refit

Beitragvon olihamo » Sa 13. Jan 2018, 19:58

... z.B. beim Demontieren der Beschläge. Da die Muttern bestimmt bobenfest gegammelt sind, muss einer außen und einer innen arbeiten (gegenhalten) --- In einfachen Fällen kann man selbst mit einer Gripzange gegenhalten, ist aber kein Allheilmittel.
Zuletzt geändert von olihamo am Do 1. Jan 1970, 00:00, insgesamt 0-mal geändert.
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greetings Wolfgang

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