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Fenster- und Bullaugeneinbau

Nach einer Woche Pause starteten wir mit den Detailarbeiten. So wollten wir Zierstreifen am Rumpf und an Deck aufbringen und natürlich einen Wasserpass auftragen. Irgendwie haben wir uns für das Vorschiff Bullaugen (sog. Portlights) eingebildet - wobei der Gedanke ein Loch in den Rumpf zu schneiden doch zunächst abschreckte. Aber wieviele Yachten kreuzen auf den Weltmeeren und haben Rumpffenster - da musste das doch bei uns auch funktionieren.

Also haben wir zwei Portlights der Fa. Gebo bestellt und nach ausführlicher Planung und Schablonenzeichnung die entsprechenden Öffnungen in den Rumpf geschnitten...

   
Das erste Loch Genau arbeiten
Von außen gebohrt Innen angezeichnet
Man sieht die Säge und dann mich
Von innen gesägt Fertiger Ausschnitt

Wir haben erst den Ausschnitt auf der Außenseite des Rumpfes angezeichnet damit wir mit dem Fensterausschnitt parallel zum Deckssprung lagen, dann die Schablone innen an den Bohrlöchern angelegt, aufgezeichnet und von innen gesägt, damit der Lack auf der Außenseite nicht vom Anlagetisch der Stichsäge verkratzt wird.

Als die Öffnungen für die Bullaugen hergestellt waren konnten wir die vorgesehenen Zierstreifen mit Lackband abkleben - sie sollten ja mittig zu den Rumpffenstern verlaufen. Auch an Deck fixierten wir die geplanten Zierstreifen.

Zum Abschluß des Wochenendes verklebten wir noch die Innenverkleidung im Vorschiff und entfernten das Lackband von den Zierflächen.

   
Zwischen den Fenstern Zierstreifen und Wasserpass
Zierstreifen an Deck und am Rumpf
bis das hält... Was machen die da
Ganz schön eng... Ein Zaungast...

Ein neues Wochenende und weiter geht´s...
Freitagabend lackierten wir sämtliche Luken und Deckel und hatten uns vorgenommen, die Lackarbeiten dieses Wochenende abzuschließen.

Für den Rest des Wochenendes war Fenstereinbau vorgesehen. Klemmprofile und neue Scheiben waren bestellt - also los. Nun ganz so einfach war die Angelegenheit nicht. Wer schon mal Fenster mit Klemmprofilen gewechselt hat, weiß wovon ich rede. Die meisten ändern dann den Stil Ihrer Fenster und setzen von außen neue Scheiben auf, die durchgeschraubt und innen mit einem Rahmen versehen werden.

Wir wollten einfach so original wie möglich bleiben, zumal wir bereits mit dem Einbau der Bullaugen im Vorschiff für genug Veränderung gesogt hatten. Also begann die Plackerei. Kann sie so im Detail garnicht richtig beschreiben - ich sage mal mit Haken, Tricks und Ösen haben wir die neuen Scheiben eingesetzt.

Über den Hinweis eines Forumteilnehmers habe ich eine Beschreibung der Vorgehensweise bei der Fa. Happich in Wuppertal gefunden [www.happich.de]. Nochmal Danke an Michael aus Hannover.

Hier könnt Ihr die Anweisung als PDF-Dokument herunterladen [178 KB]. Die zur Arbeit notwendigen Werkzeuge sind ebenfalls abgebildet.

Ich denke mal die Fa. Happich beliefert nur Grosshändler und auch nur ab bestimmten Mindestabnahmemengen. Aber kaufen man die Klemmprofile auch bei Rüegg in Hamburg.

   
Klemmprofil Klemmprofil
Erst Profil einsetzen dann Scheibe und
Weisses Füllprofil Die leichte Übung
schließlich Füllerprofil in weiß zur Motivation die Bullaugen

Für die ersten drei Fenster benötigten wir zu dritt (Segelkollege Hans sprang ein) rund sechs Stunden dann waren wir alle drei fertig!

Zwischendurch montierten wir, zur Erholung und Motivation, die Bullaugen der Fa. Gebo. Eine, wie wir fanden, leichte Übung. Eingesetzt haben wir die Rahmen mit Sikaflex.

Zum Abschluß des Tages brachten wir noch die letzte Schicht Lack auf Luken und Deckel auf - wir wollten unseren Plan halten..

Am Sonntag dann die letzten beiden Fenster. Da wir nun schon einige Übung hatten benötigten wir zu zweit "nur noch" rund dreieinhalb Stunden. Doch das Ergebnis stimmte uns letztlich sehr zufrieden.

Die Klemmprofile gibt´s übrigens bei der Fa. Rüegg in Hamburg. Nähere Informationen auf der Linkseite.

   
Das Ergebnis Das Ergebnis
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